Die Stationen

Die Abteilung für Epileptologie ist auf die Diagnostik und Therapie aller Anfallssyndrome im Jugendlichen- und Erwachsenenalter ausgerichtet. Auf zwei getrennten Stationen wird ein differenziertes Therapieangebot mit 30 Behandlungsplätzen geboten. Eine Station widmet sich verstärkt der Diagnostik von Anfallskrankheiten. Auf der anderen Station werden Patientinnen und Patienten mit Mehrfachbehinderungen und auch Verhaltensstörungen behandelt. Die Behandlungsplätze stehen sowohl für kurze stationäre Untersuchungen als auch für mehrwöchige Behandlungen zur Umstellung der Medikamentenbehandlung bei schwer zu behandelnden Epilepsien zur Verfügung.

Ein Teil der Patienten mit einer Epilepsie muss nur wenige Tage im Krankenhaus behandelt oder untersucht werden. Alle weiteren Schritte können dann in ambulanter Behandlung fortgeführt werden. Ist die Behandlung jedoch langwieriger, weil die Anfälle nicht ausreichend unter Kontrolle gebracht werden können, die Medikamente nicht gut vertragen werden oder wenn geklärt werden soll, ob es eine operative Behandlungsmöglichkeit gibt, ist oft ein längerer Krankenhausaufenthalt erforderlich. In der Regel sind die Stationen mit Zweibettzimmern ausgestattet. Die dortigen Krankenbetten werden mit Videokameras überwacht. So können insbesondere nachts auftretende Anfälle erfasst und dokumentiert werden. Dies ermöglicht die präzise Diagnosestellung und eine umfassende Behandlung.

Differenzierte Behandlung

Auf Station 33 im 3. Stock des Zentralgebäudes besteht in einem der Zweibettzimmer die Möglichkeit eines Video-EEG-Monitorings. Bevorzugt werden auf dieser Station Patienten aufgenommen, die zu einer kurzen epileptologischen Basisdiagnostik mit Langzeit-EEG, gegebenenfalls mit Videodokumentation von unklaren Anfällen und gezielt erweiterter bildgebender Diagnostik mit MRT kommen. Patientinnen und Patienten, die zu einer teilweise mehrwöchigen stationären Behandlung zur Umstellung der Medikamente zu uns kommen, werden sowohl auf der Station 31 im Erdgeschoss des Zentralgebäudes als auch auf der Station 33 behandelt. Bei diesen längerdauernden Aufenthalten zur sogenannten komplexen Epilepsiebehandlung erhalten die Patienten einen individuell festgelegten Wochenplan, in dem teilweise auch die Übernahme von Pflichten bei den gemeinsamen Mahlzeiten als Teil einer aktivierenden Krankenpflege vorgesehen ist.

Ausstattung der Stationen

Zum Teil sind die Zweibettzimmer mit eigenen Bädern ausgestattet. Mahlzeiten nehmen die Patienten gemeinsam im Tagsaal ein. Beide Stationen verfügen über eigene Räume für die Ergotherapie, zusätzlich gibt es jeweils einen Raucherraum. Alle Krankenbetten werden mit einer Videokamera überwacht – in der Nacht auftretende Anfälle bei Patienten werden so erfasst und dokumentiert. Dies ermöglicht uns wiederum, eine präzisere Diagnose zu stellen und die Behandlung entsprechend anzupassen. Auf beiden Stationen gibt es außerdem einen Hauswirtschaftsraum: hier können Patientinnen und Patienten sowie Angehörige gegen Entgelt ihre Wäsche waschen und trocknen. Besuche sind außerhalb der Therapiezeiten grundsätzlich möglich, Besucherinnen und Besucher bitten wir jedoch, sich im Dienstzimmer anzumelden. Die Besuchszeit endet um 18.30 Uhr.

Anmeldeformular zur stationären Aufnahem finden hier